Vereinsgeschichte mit 25 Jahresfeier

Anlässlich unserer 15 Jahres Feier 1998 erstellte unser „Haus- und Hofdichter“ Volkmar dieses Dartmärchen, dass die Entwicklung unseres Vereins (siehe auch Chronik) aus einer anderen Sicht darstellt. Nochmals herzlichen Dank an Volkmar.

 15 Jahre Darts Club Straubing ein modernes Märchen,

oder von denen,

die auszogen um 10.000 + 1 Nacht Dart zu spielen

 Es war einmal an einem lauen Sommerabend des Jahres 1983 (01. August 1983), an welchem sich sieben glorreiche, bildhübsche Jünglinge bei ihrer Königin (Queens = 1. Vereinslokal) zusammen fanden, um sich zu „vereinen“.

Sie hatten sich ein gemeinsames Ziel gesetzt und wollten ihre bis dahin wild ausgetragenen Speerkämpfe in geordnete Bahnen lenken.

Einer dieser glorreichen Sieben brachte auf wunderbar bedrucktem weißem Papier eine allumfassende, für ihre Absicht kaum zu verwendende, Vereinssatzung eines Fußballclubs mit. Doch ließen sie sich dadurch nicht aus ihrer sprichwörtlichen Bier- bzw. Rüscherlruhe bringen und fingen an Paragraph für Paragraph neu zu ordnen und zu formulieren und somit schufen sie in mühevoller, langwieriger, genauester, arbeitsaufwendiger Kleinarbeit ein Manifest für ihr gemeinsames Wirken und gaben ihrer wunderbaren Verbindung den wohlklingenden Namen

 1. DartS Club Straubing e.V.

(nach Langenscheidts Schulwörterbuch Englisch, 18. Auflage, Seite 74, halblinks unten).

Nachdem nun schon viele Stunden vergangen waren und jeder unserer glorreichen Helden seinen verbalen Beitrag zu diesem Grundgesetz geben wollte, kam einer in dem allgemeinen Durcheinander der Stimmen auf die Idee, einen König zu wählen, der diesem Chaos ein Ende bereitet.

Und so ergab es sich, dass das Volk seinen „König Thomas Breuer den Ersten“ wählte.

Ihm zur Seite stellte man einen Speerminister (2. Vorsitzenden) Volkmar Ruscheinski.

Als Hofnarr und Gaukler zog damals wie auch heute noch Wolfgang Müller umher.

Wie nun schon viele Wochen durchs Queens gezogen sind, der König und der Minister viele Audienzen bei anderen Staatsmännern hinter sich gebracht hatten (Notar wegen Eintragung in das Vereinsregister (e.V. seit dem 22.11.83), Finanzamt wegen Gemeinnützigkeit usw.) und das Volk sich immer weiter vermehrte, wurde beschlossen ein Schloss zu bauen.

Dieses Schloss, welches mit seiner Schönheit und Eleganz hoch über der Stadt (kleines Mansardenzimmer im 2. Stock vom Queens) thronte, war aber so klein, dass sich der König bei seinem Jubelsprung nach dem ersten „180er“ seines Volkes, den er selbst warf, die Hände an der Decke stieß und sich fast die Pratzen brach.

So vergingen die Tage, die Wochen und die Monate in bester Laune und Friedfertigkeit. Bis schließlich einer des Volkes aufbegehrte und den König und seinen Minister stürzen wollte. Der Geldgeber (Pächter des Vereinslokals), welcher das Schloss finanzierte, bemängelte den unprofessionellen Regierungsstil und das langsame Ansteigen der Bevölkerungszahl.

Somit spaltete sich das Volk und es entstand neben unserem aufrechten Volk eine „Professionell Dart Connection“ (Circa ein Jahr hat es sie gegeben, dann war sie nicht mehr am Leben).

Dieser gewaltigen Macht des Geldes gaben unsere wackeren Helden, nach kurzer aber heftiger Schlacht, nach und zogen aus in das gelobte Land Namens „Plopp“ (2. Vereinslokal etwa 03/84).

Zu diesem Zeitpunkt konnte nicht einmal der beste Hellseher voraussagen, dass nun eine dreijährige Odyssee beginnen würde.

In diesem Jahre wurden auch die ersten Ritterspiele in dem Heimatland unseres Volkes ausgetragen (1. Dartturnier um den Gäubodenpokal). Jedoch lag die Ausrichtung dieser Spiele nicht in den Händen des Volkes, sondern wurde veranstaltet von den zwei Wirten der Speertavernen Queens und Treffpunkt.

Nach kurzem und schönem Aufenthalt in dem gelobten Land, mussten unsere wackern Recken feststellen, dass sie ihr neues Domizil auf Sand gebaut hatten und mussten erneut auf Wanderschaft gehen (die Kneipe ging Pleite).

Daraufhin entschlossen sie sich mit ihrem Nachbarvolk (Dart Club Straubing Süd) in Verhandlungen zu treten. Während noch die diplomatischen Verhandlungen über den Zusammenschluss der Völker im Gange waren, verlegte man mit Mann und Speer in die bis dahin dritte Herberge (Treffpunkt = 3. Vereinslokal ca. 8/84).

Diese Vereinigung der Völker ergab einen gewaltigen Aufschwung in der Bevölkerungszahl. Unter dem Frischvolk befanden sich wackere Kämpfer, stellvertretend seien hier nur zwei genannt: der „kupfer“-ne Ritter und der andere hatte einen „Ger“ so „hard“ wie Titan.

Doch auch in dieser Herberge mussten unsere Helden feststellen, dass Träume nur Schäume sind (die Kneipe ging Pleite) und somit mussten sie erneut losziehen.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Sibirien (Squash Krüger = 4. Vereinslokal ca. 2/85, ein riesiger Nebensaal, in dem niemals die Heizung lief), verschlug es unsere Nomaden wieder in den sonnigen Süden (Sonnenhof = 5. Vereinslokal 4/85).

Von hier aus hielten sie ihre ersten eigenen, phänomenalen, alles andere in den Schatten stellenden Ritterspiele ab (2. Dartturnier um den Gäubodenpokal, ca. !!100!! Teilnehmer).

Doch nur kurze Zeit später, eröffnete ihnen ihre Herbergsmutter, „die kalte Sophie“, dass sie sich zur Ruhe setzen würde (die Kneipe ging Pleite zum Dritten), und somit ging es wieder auf Wanderschaft.

Vom Süden kommend, zog es sie wieder in den Osten (Dürnitzel Stüberl = 6. Vereinslokal, 8/85).

Hier ergab es sich, dass der König, der vielen Umzüge wegen, amtsmüde geworden war und sich für immer zur Ruhe setzte. Sein Minister wurde neuer König und zum Minister bestellte man den Wully, denn der nahm die „Wall ja ahn“.

Unter den neuen Adeligen und mit neuen Übungsarenen stellten sich auch bald Erfolge ein, die den Namen des Volkes über das ganze Land trugen (mehrmaliger Meister der Ostbayernliga, 2. Platz BDV 8er Cup 1986).

Da man nun glaubte, einen Platz gefunden zu haben, an dem das Volk für längere Zeit Station machen würde und es langweilig zu werden schien, wurde einfach anstatt dem Aufenthaltsort der König gewechselt.

Lang regierte König Gerhard

(1.Vorsitzender von 19.07.86 bis 22.09.92, 2.Vorsitzender von 23.02.92 bis 17.03.94).

Unter seiner Führung erfuhr das Volk seine bisher größte Blüte.

Im Jahre des Herrn 1987 wurde mit dem Bau eines Palastes begonnen, welcher mehrere Monate andauerte und eine Menge an Steuergeldern verschlang. Es ist (natürlich für Dartverhältnisse) ein Palast geworden, der sogar die Pyramiden in den Schatten stellt (Matchbox = unser eigenes Vereinsheim, erbaut mit dem Schweiß und dem Geld der damaligen Speerwerfern und den Zuschüssen von „Hans dem Hart(l)en“). Es floss viel Schweiß und Bier bis im August 1987 die Fertigstellung und der Bezug verkündet werden konnte und die Freude des Volkes war groß.

Seit dieser Zeit werden, zur Begrüßung, die feindlichen Ritter von einer riesigen Zielscheibe (im Maßstab 10:1) eingeschüchtert. Ringsum auf den Emporen des Palastes stehen die Zeugen siegreicher, vergangener und jetziger Schlachten.

Doch hielt die Freude nur ein Jahr, dann war der Ärger wieder da.

Ein großer mächtiger Feldherr (Stadtbauamt) drang in das Reich des friedfertigen Volkes ein und bemängelte die Erstellung des Palastes. Er monierte die leicht entflammbare Bauweise und die versaillschen Toiletten (die hatten auch keine).

Somit musste der Staatssäckel abermals wieder geöffnet werden und das große Reißen (Gott sei Dank nicht das Reisen, wie die ersten drei Jahre) begann von vorne.

Somit trafen sich die Staatsbürger wieder jeden Abend in ihrem Palast und arbeiteten.

Als sich nach einiger Zeit die königliche Schatzkämmerin (Maria) meldete und bekannt gab: „Die Ersparnisse sind am Ende!“, wurde ein Steuertrinken (Rigipsplattentrinken) angeordnet.

Ausgeführt wurde dieses Gesetz indem jeden Abend vor Sonnenuntergang drei Stunden gearbeitet wurde und nach Sonnenuntergang bis zum Abwinken Würfelspiele stattfanden.

Jeder, der sich glücklich schätzen durfte, eine Runde verloren zu haben, durfte seinen Namen auf einen der Steine (Rigipsplatte) meißeln.

Diese Steine konnte man dann viele Jahre noch an der Südseite des Palastes bewundern, bis sich wieder ein paar Hartgesottene fanden und diese unter einer Papierbahn verschwinden ließen.

Aus dem Gefolge um König Gerhard ist einer ganz besonders hervorzuheben:

Haus- und Hofschreiber (Schriftführer) Harald vom Buchenwald.

Während sich der König um die Kriegsmaschinerie kümmerte, zog sein Hofschreiber die lästigen aber damals wichtigen formellen Fäden und bewährte sich als Hauptverantwortlicher der Turnierleitungen in allen durchgeführten Ritterspielen. Er ist somit ebenfalls fest mit der Geschichte und der jetzigen Größe des Volkes verbunden.

Der König und sein Gefolge konnten mehrere großartige Einzelerfolge in regionalen und überregionalen Ritterspielen erringen.

Die Regimenter seiner Armee erreichten mehrere glorreiche Erfolge in den Ligen der besten Speerwerfer:

3. Regiment:     Kreisligameister 1992

2. Regiment:     Mehrere vordere Plätze in den DVO-Ligen

2.Platz DVO Cup 1991

1. Regiment:     4x Meister der Bayernliga Nord 1990 – 93

                        3x Bayerischer Vizemeister 1990 – 92

                        Bayerischer Meister 1993

Einen enormen Kriegerzuwachs erhielt das Volk, als sich 1989 ein weiteres Volk von Speerwerfern (Dartgemeinschaft Straubing) sich ihnen anschloss.

Unter ihnen waren:       Mike ANTON der I

                                   Killer Petra (welche damals und auch heute mit Mike ANTON liiert ist)

                                   die Kellerkinder Stephan und Karlheinz

Im selben Jahr (1989) entschied sich das Volk, seinem Namen auch in der weiten Welt einen Klang zu geben.

Erstmals in seiner Geschichte lud es auch die wackeren Speerwerfer jenseits des Weißwurstäquators ein und veranstaltete ein gesamtgermanisches Ritterspektakel. Diese gigantischen Ausmaße der Spiele verlangte von den Ausrichtern eine Unmenge an Ausdauer und Vorbereitung.

Es musste sogar einmal am Samstagmorgen noch der Vorrat an Jägermeister erneuert werden, der eigentlich für das gesamte Wochenende reichen sollte, da der Eigenbedarf der Knappen, diesen bei den Aufbauarbeiten erschöpft hatte.

Dieses Ritterspektakel wiederholte sich bis in das Jahr 1995, wo es dann mit dem

„12. Ritterturnier um den Gäubodenpokal“ leider sein momentanes Ende fand.

König Gerhard dankte 1992 ab und die Regierungen wechselten in der Folgezeit fast jährlich. Jedoch blieb immer ein gewisser harter Kern des Volkes ständig in dem Kreis jener, die die Geschicke des Volkes lenkten.

Dies ist auch heute noch so. Es sind aber im Zuge der Einführung des elektrischen Stroms im Speerwerfen weitere Probleme auf unser aufrichtiges Volk zugekommen.

Söldner, die vorgaben, mit ihnen, mit „harten Waffen“, für eine gerechte Sache zu kämpfen, wurden von den Königen überredet, in den Schlachten gegen feindliche Armeen mitzustreiten. Doch musste man feststellen, dass es die wechselhaften Söldner immer zu den Kriegsschauplätzen hinzog, an deren Ende der Sieger die meisten Goldtaler erhielt.

Somit griffen die Feldherrn wieder auf das langgediente Fußvolk (Bravehearts) zurück und sicherten sich auch mit diesen die Siege (vielleicht auch mal das eine oder andere Unentschieden).

Heute geht es unseren einstigen Nomaden gut.

Es sind immer noch drei Regimenter, die sich träge in die Schlachten werfen.

Die Teilnahme und die Ausrichtung an den früher so zahlreichen Ritterspielen, sind so gut wie nicht mehr vorhanden.

Die internen Wettkämpfe (Dienstag und Freitag) werden auch nicht mehr so gut besucht, wie früher.

Man kann wohl sagen unser Volk ist „satt“ geworden.

Doch bestimmt wird es immer wackere Recken unter unseren Speerwerfern geben, die wahrscheinlich auch bis ins hohe Alter noch, die Tradition und Gemeinschaft unseres Volkes pflegen werden.

Und wenn sie dann nicht sterben, dann werfen sie bis in alle Ewigkeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.